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838 533920 W85 /892

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838 S33920

W85

४१२

German

Lorents 1-24.30 21131

Johann Elias Schlegel wurde am 28. Januar 1718 in Meißen geboren. In demselben Jahre besang der Schlesier Christian Günther den durch Prinz Eugens Heldenthaten erkämpften Frieden von Passaromiß: aber Christian Günther verkam nach wenigen Jahren im Elend, und der „lange Kerl“ Johann Christoph Gottsched, der vor preußischen Werbern nach Leipzig geflohen war, übernahm alsbald die Führung der deutschen Litteratur. Als Schlegel allzu früh 1749 starb, hatte soeben sein sächsischer Landsmann Gotthold Ephraim Lessing mit dem „jungen Gelehrten“ den ersten Erfolg auf der deutschen Bühne davongetragen.

Johann Elias Schlegels Vorfahren waren Geistliche, welche genug Gefühl der eigenen Würde besaßen, um sich des ihnen verliehenen ungarischen Adelstitels nicht zu bedienen.1) Elias' Vater Johann Friedrich lebte als kur: sächsischer Appellationsrath und Stiftssyndicus in Meißen; er hatte die Tochter des dortigen Superintendenten Wilke, Ulrika Rebecka, geehelicht. Unser Johann Elias war der zweite Sohn des Paares; von seinen jüngeren Geschwistern haben sich namentlich Johann Adolf und Johann Heinrich litterarisch bethätigt, jener besonders durch geistliche Gesänge und eine deutsche Batteur-Ausgabe, dieser durch historische Schriften und eine metrische Thomson: Uebersepung. Troßdem die berühmte Industriestadt Siß der trefflichen Fürstenschule St. Afra war, genoß Elias his in sein 15. Jahr im väterlichen Hause Privatunterricht.

Wolff, J. E. Schlegel.

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