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sischen Werken. Es war aber, der besondern Rücksichten nicht zu gedenken, aus welchen wir manchen dieser Schriftsteller nicht aufnehmen konnten, bei der Eingeschränktheit des Raums unserer Sammlung nicht möglich, mehr zu geben, als man darin findet.

Eine Folge vom Leichtern zum Schwerern wird man in einem für Geübtere bestimmten Lesebuche, wie das unsrige, nicht erwarten. Uns konnten' also bei der Anordnung der Schriftsteller nur zwei Rücksichten leiten, sie entweder chronologisch, oder, wie im Handbuche der Englischen Sprache, nach dem Inhalt der ausgehobenen Stücke auf einander folgen zu lassen. Das letztere war deshalb nicht zweckmässig, da wir von manchem Schriftsteller gerade in seinem Hauptwerke kein passendes Stück finden konnten; und das erste hatte auch manches unbequeme. Wir sind daher einer blossen Konvenienz gefolgt, werden aber am Ende des zweiten, den Dichtern gewidmeten Theils, ein nach der Zeitfolge geordnetes Ver-4 zeichniss der sämmtlichen Schriftsteller beider Theile liefern.

Ein Haupterforderniss eines solchen für den Unterricht in einer fremden Sprache bestimmten Buchs ist Korrektheit, und wir können versichern, dass wir uns alle Mühe gegeben haben, unserm IIandbuche diesen Vorzug zu geben. Es war uns aber bei der Schwierigkeit der Korrektur eines Werks, das mit so kleinen Typen gedruckt ist, unmöglich, etwas ganz Fehlerfreies zu liefern. Ueberdlies musste bei der Bemü

hung, die äusserst verschiedene Orthographie und Accentuation der Schriftsteller, von welchen wir Proben geben, auf einerlei Norm zu bringen, manches unserer Aufmerksamkeit entgehen. Die erheblichsten Druckfehler wird man am Ende des Werks angezeigt finden..

Schliesslich danken wir allen den verehrungswürdigen Männern, die uns mit Büchern und gutem Rath unterstützt haben, auf das bindlichste.

ver

Berlin, den 2ten April 1796.

Vorrede zur zweiten Auflage. Zu den Veränderungen, welche die gegenwärtige Auflage unsers Handbuchs : von der frühern unterscheiden, sind wir theils durch die belehrenden Winke verschiedener sachkundiger Männer, theils durch die Erfahrungen, die wir selbst bei dem Gebrauche dieses Buchs zu machen Gelegenheit hatten, veranlasst worden. Wir hätten bei diesem Abdruck vielleicht noch mehr gethan, wenn wir nicht durch Erwägung der Unbequemlichkeiten, welche mit dem Gebrauch zweier sehr von einander abweichender Ausgaben eines und desselben Buchs in Schulen verbunden sind, von unserm Vorsatz abgehalten worden wären. Wir wollen hier kürzlich die vorgenommenen Veränderungen anzeigen. Zuvörderst liessen wir es uns angelegen

seyn, den Text nochmals mit den besten Origina-, len zu vergleichen, und diejenigen Stellen, deren Verständniss einen von Hülfsmitteln entblössten Leser in Verlegenheit setzen könnte, insonderheit durch geschichtliche Anmerkungen, zu erläutern. Nächstdem haben wir einige neue Stücke aufgenommen, als: noch einige Charakterschilderungen aus La Bruyère, einige Briefe der Babet, verschiedene Maximen aus La Rochefoucauld, einen Abschnitt aus der Pluralité des mondes von Fontenelle (wogegen dessen Fragment sur le bonheur weggelassen worden ist), ein Stück aus dem Télémaque von Fénélon, noch einen Aufsatz aus Barthélemy, 'die Beschreibung des Kamels und Dromedars von Buffon, so wie wir auch der schönen Erzählung Jeannot et Colin von Voltaire eine Stelle in dieser Sammlung nicht versagen zu müssen glaubten. Den Aufsatz de l'usage de se vestir von Montaigne haben wir gegen zwei andere von diesem Schriftsteller, und ; die akademische Rede von Montesquieu gegen dessen Erzählung Lysimaque vertauscht. Fast alle Biographien sind berichtigt und vermehrt worden, vorzüglich die von Barthélemy, Condor. cet; Friedrich II, Guibert und Raynal. Die Briefe der Pompadour findet man unter dem Namen ihres eigentlichen Verfassers, Crébillon's des jüngern. Statt der Stücke von Trublet und Arnaud ist der Artikel -von Bayle neu hinzu gekommen. Um mehr Uebereinstimmung mit dem zweiten Theile zu bewirken, sind nun auch, in diesem Theile die Sckriftsteller in

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chronologischer Ordnung aufgeführt worden, elne Folge, die den aufmerksamen Leser unstreitig auf manche fruchtbare Bemerkung führen wird.

Wir wiederholen hier nochmals unsere am Schlusse der ersten Auflage geäusserten dankbaren Gesinnungen gegen alle diejenigen, welche uns auch bei dieser Arbeit auf die eine oder die andere Art unterstützt haben, und wünschen, dass unsere Bemühungen elwas zur Beförderung des Studiums der Sprache und Literatur eines Volks, das in so vieler Hinsicht unsere Aufinerksamkeit verdient, beigetragen haben mögen.

Berlin, im October 1799.

Vorrede zur dritten Auflage. Wir übergeben dem Publikum die dritte Ausgabe unsers Handbuchs, mit dem Wunsche, dass es, verschiedener durch dasselbe veranlassten Nachahmungen ungeachtet, auch fernerhin des

Beifalls würdig befunden werde, welcher den früheren Auflagen zu Theil geworden ist.

Uebrigens enthalten wir uns, ausführlich die Abweichungen anzuzeigen, wodurch sich gegenwärtige Ausgabe von den beiden ältern unterscheidet, und begnügen uns zu bemerken, dass wir theils verschiedene neue Probestücke aufgenommen, theils mehrere der ältern Biographien gänzlich umgearbeitet, theils endlich acht Schrift

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stellern (Helvétius, Laharpe, Mably, Maintenon, Mallet du Pan, Pascal, SaintÉvremont und Sévigné), von welchen sich bisher noch keine literarische Nachrichten und Probestücke aus ihren Werken in unserer Samm. lung befanden, einen Platz in derselben eingeräumt, dagegen aber zwei andere (Brissot und Dumouriez) weggelassen haben.

Bei der Einrichtung des Inhaltsverzeichnisses ist auf diejenigen Unterweisungsanstalten, wo noch Exemplare der ältern Ausgaben in den Händen der Schüler sind, Rücksicht genommen worden.

Berlin, im December 1804.

Vorrede zur vierten Auflage. Die vierte Auflage unterscheidet sich von der vorigen in wesentlichen nur dadurch, dass drei Schriftsteller Mallet du Pan,' Mirabeau und Vergniaud denen ein Platz unter den Französischen Klassikern wol minder gebühren möchte, weggelassen worden sind. Ausserdem haben die Herausgeber es für ihre Pflicht gehalten, durch eine sorgfältige und berichtigende Durchsicht ihres Werks überhaupt, so wie durch Vervollständigung und, hier und da, durch bedeutende Veränderungen der Biographien, ihren Lesern zu beweisen, dass sie die Aufmerksamkeit, die man ihrer Arbeit geschenkt hat, durch das ihnen allein zu Gebot stehende Mittel, nämlich

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