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UNIVERSITI

C:L!FORNIA

Vorwort zur ersten Auflage.

Nicht eine neue Philosophie ist es, was hier dem Leser geboten wird, sondern eben das, was der Titel ankündigt: eine Einführung in die Philosophie. Was ich durch Vorlesungen, die ich unter dem gleichen Titel seit einer Reihe von Jahren gehalten habe, meinen Zuhörern zu leisten bemüht gewesen bin, das wünscht dies Buch seinen Lesern zu bieten; es will sie anleiten, die leßten großen Probleme, die die Welt dem denkenden Menschengeist aufgiebt, fich als Fragen vorzulegen, und die großen Gedanken, mit denen die geistigen Führer der Menschheit fich diese Fragen beantwortet haben, nachzudenken.

Eine solche Anleitung fönnte die Form eines historischen Berichts haben. Sie kann aber auch die Form einer Diskussion dieser Fragen und Gedanken haben. Ich habe die letztere Form gewählt, oder vielmehr nicht gewählt, sie hat sich mir als die allein mögliche von selbst ergeben. Nur wer zu den philosophischen Problemen und ihren Lösungen selbständig Stellung genommen hat, kann sie andern darlegen; und wieder, wie könnte er es thun, ohne seine Ansicht und sein Urteil in die Darstellung einfließen zu lassen? Ich will also nicht bloß die Probleme und die möglichen und in der Geschichte hervorgetretenen Lösungen vorlegen, sondern zugleich die Auflösung, die ich für die richtige halte, zur Anerkennung bei dem Leser zu bringen suchen. Und so wird er also doch eine Philosophie in diesen Blättern finden.

Um offen zu verfahren und ihm die Stellungnahme zu der im folgenden entwickelten Philosophie zu erleichtern, will ich sie gleich hier mit einigen Strichen kennzeichnen.

Die Anschauung, der nach meiner Ansicht die Entwickelung des philosophischen Denkens zustrebt, die Richtung, in der die Wahrheit liegt, bezeichne ich mit dem Namen des idealistischen Monismus. Die Gegenfäße, durch die diese Anschauung begrenzt und bestimmt wirb, sind der supranatura listische Dualismus und der

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