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M. W. Bökinger's

Deutide Didter.

Fünfte Auflage,
herausgegeben und zum großen Theile neubearbeitet

von

Dr. Ernst Bökinger,

Professor an der Kantonsídule in St. Gallen.

Er ft er 38 a n'd.

Aarau,
Druck und Verlag von H. R. Sauerländer.

1876.

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Vorwort zur fünften Auflage.

Göpingers „Deutsche Dichter“ neu zu bearbeiten, bin ich durch den Wunsch des Verlegers veranlaßt worden. Noch fommt das Wert einem vielfach gefühlten Bedürfnisse entgegen; die Auflage war vergriffen und es handelte sich darum, ob ein neuer Abdruck genüge oder ob und in welchem Maße das Buch zu überarbeiten wäre. Die „, Deutschen Dichter“ suchten von Anfang an ihr Hauptziel in der Erläuterung der in ihnen niedergelegten Dichtungen, wobei persönliche Beziehungen des Dichters, ästhetische Erläuterung und Vorweisung des Quellenmaterials in den Vordergrund traten; im Uebrigen hatten sie mehr eine Einführung in das Wesen der Dichtung überhaupt im Auge, als in die historische Entwicklung der neuern deutschen Dichtung. Seit den legten Decennien hat nun auch auf dem Gebiete der Literaturwissenschaft die historische Betrachtungsweise der ästhetischen gegenüber um ein Wesentliches zugenommen, und es schien deßhalb durchaus geboten, auch die ,, Deutschen Dichter“ im historischen Sinne umzuarbeiten und umzuordnen; dadurch ließ sich nicht bloß Manches für das Verständniß einzelner Dichtungen gewinnen; ungleich beträchtlicher mußte der Gewinn für das Verständniß der Dichter selbst ausfallen. Indem ich also eine historische Ordnung der Dichter feststellte, und innerhalb jedes Dichters ebenso, so weit dieses möglich war, eine historische Ordnung der Dichtungen, verstand es sich von selbst, daß die frühere Einleitung des Buches, welche über das Wesen und den Begriff der Kunst, der Dichtkunst und ihrer besondern Gattungen handelte, wegzufallen und einer kurzen Entwicklungsgeschichte

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der deutschen Dichtung überhaupt Platz zu machen hatte. So fämen also die Seiten 1–127 einzig auf meine Rechnung. Daß ich eine Anzahl Volkslieder und als Perle der Vor-Klopstoc'schen Renaissancedichtung Hallers Alpen der Einleitung einverleibte, wird dem Buche nicht zur Unehre gereichen. Mit Klopstock seßt die klassische Epoche ein; nicht bloß seine Dichtungen mußten beschnitten werden (wogegen einige Gedichte von ihm neu hinzutraten), sondern Gels lert, Pfeffel und Lichtwer mußten dem Plane des Werkes gänzlich zum Opfer fallen. Dafür trat in bescheidener Ausdehnung Claudius neu hinzu, Hölty erhielt nach Palms Ausgabe den ihin urkundlich zukommenden Text. Nicht unbedeutend sind die Erweiterungen, die Herder durch Aufnahme einer Anzahl Jugendgedichte erfahren hat. Am meisten Rücksicht aber verlangte und erhielt Göthe. Von ihm hatten die frühern Auflagen bloß einige Balladen gegeben; nicht allein der Umstand, daß der Göpinger'sche Dichtersaal, als dessen Commentar ja einst die ,, Deutschen Dichter“ entstanden waren, auch Lyrisches von Göthe aufgenommen, sondern die Bedeutung Göthe's überhaupt verlangte gebieterisch eine Erweiterung des ihm gegönnten Antheils an dem Werke. Was ich an Göthe-Literatur bekommen konnte, habe ich gewissenhaft verwerthet; das Beste aber mögen allerdings nicht allerlei literarische Notizen und Kenntnisse von ihm sein, die hier angehäuft sind, sondern was als Frucht vieljähriger Lektüre Göthe’scher Gedichte mit meinen Schülern sich nach und nach entwickelt hat. Ich hoffe, daß mein Antheil an diesem Lieblingswerke meines seligen Vaters dem Buche alte Theilnahme bewahren und neue zuführen wird.

St. Gallen, im Oktober 1875.

Ernst Göpinger.

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158

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Seite

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Einleitung. Die Entwidlung der II. Die Erneuerung des gei-

deutschen Literatur bis Klopflock 1 stigen Lebens durch die Auf-

Erste Periode. Die epische Zeit 3

Flårung

. 103

Zweite Periode.

Die christlich- Hallers Alpen

kirchliche Dichtung

10

Dritte Periode. Die hövische Dich:

I. Klopstod.

. 128

tung

16 1. An meine Freunde

134

Vierte" Periode. Die volksmäßig 2. An Gisefe

151

bürgerliche Dichtung

27 3. An Ebert .

. 153

Proben deutscher Volkslieder 39 4. An Fanny

. 156

1. Der Lindenschmied

41 5. Heinrich der Vogler

2. Schloß in Desterreich 45 6. An Bodmer

. 161

3. Das Ende Franzens von Sik- 7. Der Zürchersee

. 163

fingen

48 8. Friedrich der Fünfte . 168

4. Die Schlacht vor Pavia . 51 9. Hermann und Thusnelda . 171

5. Landsknechtlied

. 53 10. Fragen

• 173

6. Prinz Eugen ·

56 11. Die beiden Musen

. 174

7. Der Wassermann

58 12. Der Eislauf.

• 178

8. Von zwei Königskindern . 61 13. Die frühen Gräber

182

9. Die Macht -der Thränen 63 | 14. Die Sommernacht

. 183

10. Falsche Liebe

64 15. Wir und Sie

11. Das Lied vom Ringe 67 | 16. Mein Wissen

. 186

12. Liebesprobe

69 17. Der Frobsinn

. 187

13. Das jüngste Edwesterlein 72 | 18. Die Etats Généraux 188

14. Abschied

74 19. Der Fürst und sein Rebsweib 189

15. Gruß

74 20. Das Gegenwärtige

190

16. Sonnenschein

75 | 21. Winterfreuden

191

17. Gudgudi

76
18. Martinslied

79
II, Şölty

194

19. Vogelhochzeit

83 1. Töffel und Käthe

197

20. Buchsbaum und Ferbinger 84 2. Das Feuer im Walde 203

21. Zechlied .

86

3. Der Tod

. 205

22. Lebensregel

4. An Miller

. 206

23. Das hungernde Rind . 89 5. Elegie auf ein Landmädchen 208

24. Schnitterlied

90 6. Elegie bei dem Grabe meines

25. Traugemundeslied

91 Vaters

211

Fünfte Periode. Die Renaissances 7. Der alte Landmann an sei:

dichtung.

nen Sohn

212

I. Die einseitig formale Re- 8. Vermächtniß

215

naissance

97 9. Das Landleben

215

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184

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