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Vom Wald, wo das Lied Er gesungen:
„06 allen Wipfeln if Ruh',
Da schaut eine kleine Gemeinde
Stilfriedlich den Welthändeln zu.

Und färbt die gerodete Stelle
Sich abendgoldsonnig und klar,
Da fißen sie All' an der Quelle
Und bringen ein Rauchopfer dar.

Mit Zweifeln und Sorgen sich quälen Hat dortlands gründlich ein End”, Treu sorgt für das Heil seiner Seelen Ein trefflicher Sup’rintendent.

Gerechtigkeit liebt man und übt man, Und spät nur verläßt ihren Siß, Wenn sie ankam, Tagfahrt zu halten, Die Ilmenauer Justiz.

Es werden gediegener Schulzen Verdienste, wie selten, geehrt; Steindenkmäler zeigen dem Wand'rer Wie hoch der Gemeinde sie werth.

Die Straßen sind bestens in Ordnung, Beschirmt von der Berggeister Huld, Und Wer auf den Holzwegen stolpert, Ist meistentheils selber dran schuld.

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,,Der würzigste Harzduft der Tannen
Erquicke die sangfrohe Schaar;
Von Goethischem Bergbau vermelde
Recht viel noch der Bergmeister Mahr.

,,Dem Butterbrot stets fich geselle
Belag don geräucherter Wurst,
Niemalen versiege die Quelle
Und nie der gemeindliche Durst:

,,Dies wünscht seinen Thüringer freunden
Der ferne Gemeindepoët,
Den zweimal im Gabelbachhause
Der Kidelhahn sanft angefräht."

3os. Victor v. Scheffel.

Karlsruhe,
in dantender Erwiederung der
guten Wünsche zum 53jährigen
Geburtstag, 16. Februar 1879.

Drud der Zeißer Buchdruderei“ W. Ronneburg er.

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