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En conois mels los pros entrels mal- Si sapesson mei oill parlar

Domna uoagra fait dan En entend meillz qes mencogna ni Qetan souen li fai plorar

Eu non posch al qil mor dafan Entri enanz qes en ueiço plaisers

De uos qe dil ren no Pos camors sap tan ric guierdon E se uos nom tenez pro rendre

Pauca sera ma uida Neguna res nos deu damor defendre. Mas uos es tan escernida

E gen acabar zo chous plaz

10 Qe qaner uostra uoluntaz Bella donna ges nom par

Toz mos maltraiz fora soiorn. Com deia mais obezir Autra donna niseruir Endreit damor ni hoprar

Vilan dic qes desen insiz Ez ab ben plaisen sazo

Can se cuida deuolupar
Cel qes en uostra preiso

De la pel enqel es noriz
Qel uostre humils franc paruenz Si ilauol per altra cania
Fai dels cors morc uius iausenz Qeu sai toz lo mond el diz
El mals qill na so be epro li

Cades retrai dond es issiz
dan

E qan uila se cuid cortes far 10 E lira iois erepaus li afan. Per plus fol lai qe se anaua urtar.

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5) Eça b. Ricc.
2) seran. Ricc. 4) saie. id. 6) aia. id.
4) uirant. Ricc. 5) samira. id.

2) de , mi nos agran. Ricc. 5) dal re. id. Die folgenden Strophen fehlen im Ricc., den Schluss derselben bildet eine, die wir ebenfalls hier unterdrücken.

Beurtheilungen und kurze Anzeigen.

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Germania, Vierteljahrsschrift für Deutsche Alterthumskunde.

Herausgegeben von Franz Pfeiffer 8. Jahrgang. 2. Heft. Wien 1863.

Katharinen Marter. Herausgegeben von Joh. Lambel. Text, (3254 Verse) nach einer Abschrift Pfeiffers, das Original ist in der Wiener Hof bibliothek nebst Einleitung über Sprache (mitteldeutsch), Vers, Reim, Inhalt, Quelle und verschiedene Bearbeitungen nebst einigen sachlichen Anmerkungen: eine recht verdienstliche Arbeit.

Prager Bruchstücke des Nibelungenliedes. Von Franz Preiffer. Beschreibung und Besprechung der beiden in Prag aufgefundenen handschriftlichen Brucbstücke des Nibelungenliedes, eines kleineren sebon 1862 gefundenen und gedruckten, eines grösseren, später entdeckten, bier zum ersten Male gedruckt vorliegenden. Nach Pfeiffer scheint es ausser Zweifel, dass beide Blätter Theile einer und derselben Handschrift sind, deren Text dem sebr eigentbümlichen der Handschrift D (der 2. Münchener) ganz nahe steht, nur dass er viel älter ist.

Bruchstücke aus dem Rosengarten. Von Karl Bartsch. Zwei schon von W. Grimm im Jahre 1859 in den Abhandlungen der Berl. Akademie veröffentlichte Bruchstücke, die wegen ihrer Wichtigkeit hier Dochmals in Anlebnung ap Grimm's Text abgedruckt werden, in deren Erklärung und Ergänzung aber Bartsch oft wesentlich von Grimm abweicht.

Heimdall und Wilhelm Tell. Von Alois Lütolf. Da die Erzählung von Tell als Geschichte nicht zu retten ist, wird der Mythus von Heimdall herangezogen und die Identität beider durch die Heroengrösse Tells zu beweisen versucht. Der zweite Theil des Götternamens ist identisch mit dem Namen Tell; aus dem ersten „Heim“ konnte schon früh im Mittelalter Wilhelm gemacht werden. (?) „Doch ist es vornehmlich die ideale Stellung, welche Wilhelm Tell dem bedrängten Volke (den Asen) und seinem Feinde (Loki) gegenüber hat, die uns an Heimdall gemahnt.“ Dem Verfasser lag daran, wie er schliesslich sagt, einen kleinen Beitrag zur Lösung der schwierigen Frage zu geben (- ?), damit es einmal Wahrheit werde mit Schillers Spruch: Du kennst den Schützen, suche keinen andern,

Recension Mussafia's von: Messire Gauvain ou la vengeance de Raguidel, poème de la Table Ronde par le trouvère Raoul publié et précédé d'une introduction par C. Hippeau. Paris 1862.

Bericht über die Sitzungen der germanistischen Section der XXI. Philologenversammlung von K. Bartsch.

Bibliographische Vebersicht des Jahres 1862 von K. Bartsch.
Berlin.

Dr. Sachse.

WO

Geschichte der englischen Sprache, dargestellt in ihrem Ver

hältnisse zur deutschen und französischen von Dr. Gust. Schneider. Freiburg im Breisgau, Herder 1863.

Gleichzeitig mit C. F. Koch's historischer Grammatik der englischen Sprache erschien soeben das oben angezeigte Werk, welches man nicht gerade als eine Bereicherung der allgemeinen sprachwissenschaftlichen Literatur, ganz besonders aber als einen Fortschritt auf dem Gebiete des englischen Sprachstudiums begrüssen wird. Im Plane, dem auffallender Weise nirgends im Buche erwähnten Werke von G. P. Marsh (the Origin and History of the English Language etc. London 1862) sehr ähnlich, ist es demselben an Gründlichkeit doch überlegen. Ja, man könnte es für ziemlich erschöpfend in der Behandlung des Gegenstandes erklären, hätte der Verfasser, der eine ausserordentliche Belesenheit in dem von ihm bearbeiteten Fache an den Tag legt, nicht des Guten zu viel gethan und eine Masse von Dingen mit hineingezogen, die er oft nur flüchtig berühren konnte. Stellenweise macht dabei das Buch den Eindruck, als ob man bloss die Materialien zu einem Werke oder die vorbereitenden Studien, statt der Resultate derselben, vor sich hätte. In diesem Punkte gebührt wieder Marsh der Vorzug. Ueberhaupt aber ist dies ein Vorwurf, dem deutsche Werke oft genug im Vergleich zu englischen und französischen ausgesetzt sind. Dass unser Verfasser ihn hätte vermeiden können, das beweisen manche Partien seines Buches, er Gewandtheit genug in der Form bekundet. Seine Darstellung ist an vielen Stellen eben so präcis wie sie sauber und gefeilt ist; zuweilen erhebt sie sich sogar bis zur Beredtsamkeit und ergeht sich in bilderreicher Sprache; oft aber überwiegt der allzureiche Inhalt die Form, und es leidet diese darunter. Ich beabsichtige hier für jetzt keine ausführliche Besprechung des Werkes. Wenn ich aber trotzdem auf Einzelnheiten eingehe und Tadel nicht zurückhalte, so geschieht dies durchaus nicht aus Verkleinerungssucht, sondern zunächst, um dem Verfasser einen Beweis zu liefern, dass ich sein Werk nicht bloss flüchtig gelesen habe und um ihm Gelegenheit zu bieten, bei einer etwaigen künftigen Auflage die Fehler zu berichtigen. Bei einigen der hier aufgezählten Unrichtigkeiten wird man eines Erstaunens sich nicht erwehren können. Man wird sich fragen, wie es möglich war, dass ein Sprachforscher solcher Unachtsamkeiten sich schuldig machen konnte. Erkläre sich das, wer da wolle: ich will nun einmal das Werk mehr von der günstigen Seite beurtheilen. Strengere Richter mögen kommen und den Stab brechen oder doch ein weniger günstiges Urtheil über das Buch fällen: ich habe genug gethan, wenn ich auf die einzelnen Ungenauigkeiten hinweise.

$. 147 §. 13. Wo ist der Unterschied im Accent zwischen avail und avále? Wie gehören „gentle“ und „genteel“ „precedent“ und „president“ hierher? (To avale und to aspect sind übrigens veraltet). Welcher Unterschied der Bedeutung ist zwischen pother und bother?

S. 153 wird die Aussprache von „balm“ als „bawn“ angegeben.

S. 159 lesen wir: „Rake-bell bedeutete ehemals baronet ; obald verband sich damit der Begriff von „wohllebender Mensch,“ und da derjenige, welcher mehr an’s Wohlleben denkt, leicht ein Wollüstling wird, ging die

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anfangs gute Bedeutung in diese letztere über; der Ausdruck ward dessbalb aufgegeben, um nicht mit dem Gedanken an baronet stets die Idee von einem ausschweifenden, wollüstigen Menschen zu verbinden.“ Dieser unglückselige Schnitzer denn anders kann ich es nicht bezeichnen rührt augenscheinlich von der Stelle in Trench's Past and Present p. 140 her, wo es heisst: Rakehell,' which used to be spelt “rakel or “rackle' (Chaucer), a good English word, would be only through an error included in this list, although Cowper, when he writes órakehell

' ("rake-hell baronet) evidently regarded it as belonging to this group. Bedarf es nun für die Leser des Archivs noch einer näheren Erklärung des sonderbaren Versehens unsers Verfassers ?

. S. 162 „Golden“ und „earthen“ wären bloss für die Poesie und Bibelsprache erhalten? - Sagt man nicht ,to wip golden opinions?“ golden

„ opportunities? Dies jedoch kann man freilich poetisch nennen, weil bildlich gebraucht. Aber , earthenware ?"

S. 164 „Craft bedeutet jetzt bloss Geschicklichkeit.“ Doch nicht; sondern auch: fraud, cunning; small sailing vessels, coasters. Vgl. die Wörterbücher.

S. 174 ,Daniel John, besonders für die Satire eingenommen, trat in Lydgate's Fussstapfen, und war in seinem Unternehmen bisweilen recht glucklich. In seinem satirischen Werke „London Lickpenny“ (eigentlich Lackpenny“) geisselt er alle Geschäftsleiter“ u. s. w. Vorher hatte der Verfasser John Lydgate mit seinen Werken angeführt und sie charakterisirt. Wer nun, glaubt man, war dieser Daniel John? Kein anderer als Dan Job Lydgate selbst, der bekannte Verfasser des „London Lackpenny.“ Bei diesem Versehen muss es wohl heissen: difficile est, satiram non seribere.

S. 175 Wober weiss Dr. Schneider, dass Thomas More der Verfasser der Ballade „The Nut-brown Maid?« Bisher war Alter und Verfasser der Dichtung unbekannt.

$. 202 „Kicksy - wicksy“ ist keineswegs veraltet, sondern täglich im Munde zärtlicher englischer Väter, wenn sie ihre kleinen Töchterchen liebkosen. Eben so wenig ist „mad brained,“ ibid. veraltet. Auch nicht „Tagrag, 8. 204.

S. 205 „Die einzigen von den letzteren“ (den zwischen Spenser und Milton lebenden Dichtern nämlich, mit Ausnahme Shakspeare's), „die durch ihre Dichtungen ein günstiges Urtheil der Kritik für sich beanspruchen durfen, sind die Brüder Fletcher und Giles Fletcher. Hier muss ich erstens fragen, meint der Verfasser die Brüder Phineas und Giles Fletcher, oder etwa (aus Missverständniss) Beaumont und Fletcher und Giles Fletcher? So, vie er sie benannt hat, ist die Sache sehr unklar. Welche Fletcher aber auch gemeint seien, muss ich zweitens fragen: Und diese wären die einzigen nennenswerthen neben Spenser und Milton ?

S. 206 Zum dritten Male heisst es hier: „Asbam“ statt Ascham.“

S. 211 Kann man Composita wie „smooth-enameld, “ „grey-hooded,“ fivy-crowned, dewy-feather’d,“ wisdom-giving und gar „low-rooft“ doppelte Epitheta nennen?

8. 212 „A bevy of fair women,“ jetzt bloss von Hühnern gebraucht, (s covey of partridges) etc.“ Ist „covey“ Druckfehler? Die Behauptang übrigens ist unrichtig. Vgl. die Wörterbücher.

S. 217 „Bloss einige Wörter wie truth, justice, mercy, peace etc. sind* weiblichen Geschlechts." So dürfte die Regel doch wohl nicht gefasst werden.

S. 219 Der Vocal e vor dem s des Plurals bleibt, „wenn der letzte Consonant ein doppelter ist. Was soll das bedeuten?

ibid. Bauptwörter auf -f (mit Ausnahme von fife und strife) vertauschen in Plaral das mit v. Weiter kannte der Verfasser keine Ausnahmen? Archiv f. n. Sprachen. XXXV.

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S. 244 , This was the most happiest man.“ Soll doch nicht etwa auch für Urenglisch empfohlen werden?

ibid. „Seit Shakspeare fing man an, keinen Unterschied zwischen ve und you zu machen.“ " In der authorised version der Bibel wenigstens ist er streng festgehalten.

S. 277 „In world lautet r gar nicht.“ (?) In allen englischen Wörterbüchern ist die Aussprache „world“ angegeben.

S. 286 Von abstracten, sächlich gebrauchten Substantiven von Adjectiven bätte das ganze englische Idiom bloss das eine: „the beautiful ? Fiel dem Verfasser nicht sofort dabei der Titel von Burke's Werk ,on the Beautiful and the Sublime“ ein? Anderer, namentlich in Bulwer so häufig

vorkommenden nicht zu gedenken.

Š. 305 „Der Reim kam erst seit dem 16. Jahrhundert in der englischen Literatur auf, und verschaffte sich nach langen Kämpfen gegen die Vorurtheile der Dichter insbesondere, welche die Classiker zum Muster nahmen, Geltung.“!!! Wie stimmt das mit der allerdings ganz richtigen Angabe (S. 206) zusammen, dass blank verse zuerst in einer Uebersetzung des 4. Buchs der Aeneide von Lord (besser Earl of S--) Surrey (+ 1547) mit ziemlicher Geschicklichkeit gehandhabt worden? Fast möchte man glauben, der Verfasser habe die Bedeutung des Ausdrucks blank verse“ gar nicht verstanden, als er diese confusen und sich widersprechenden Au. gaben niederschrieb. Bekanntlich schrieb man anfangs nur in Reimen, und erkennt man dem grossen Vorgänger Shakspeare's Marlow, das Verdienst zu, in seinem Tamburlaine the Great zuerst die Kühnheit gehabt zu haben, das lang für den Reim gehegte Vorurtheil zu durchbrechen und den blank verse anzuwenden. Surrey's Beispiel war nur vereinzelt geblieben. Auch war er ja nicht Dramatiker. Zu allgemeiner Geltung kam der. blank verse, wie unser Verfasser gleich nachher richtig genug bemerkt, durch Anwendung desselben im „Paradise Lost.“ Wie also sollen wir uns obige räthselhafte Stelle erklären?

S. 306 unten wird Sackville's „Ferrex and Porrex“ als: „Gorboduc oder Ferrex (Porrex)“ (sic!) angeführt.

Ich komme nun zu dem Kapitel, welches der Verfasser einer Geschichte der englischen Sprache sich zwar hätte ersparen können, konnte er sich indessen nicht weise beschränken, jedenfalls mit der grössten Genauigkeit hätte behandeln sollen; gerade hier aber stossen wir auf die meisten Unrichtigkeiten und Versehen. S. 315 lesen wir: „ und U sind kurz vor einem Consonanten in derselben Silbe,“ und das erste hierzu gegebene Beispiel ist: „Old.“ ! S. 316

„In einsilbigen und zusammengesetzten Wörtern hat es gewöhnlich den offenen Laut.“ Hierauf folgen Beispiele; dann heisst es: „comb, womb und tomb sind ausgenommen.“ Soll etwa combo wie womb und tomb auszusprechen sein? Und wie soll der Anfänger wissen, wie er diese Ausnahmen auszusprechen habe? - Auf derselben Seite begegnen wir gleich drei Druckfehlern auf einmal: „mowger“ für monger, „collegue“ für colleague und ,deposite" für deposit.

S. 317 oben heisst es: „I in writhe und oblige lautet wie ee. Aber wo in aller Welt bat denn Herr Dr. Schneider sein Englisch gelernt?. Meines Wissens ist Earl Russel der einzige gebildete Engländer, der sich darin gefällt, obleege zu sagen.

Gleich darauf ist caprice auf der ersten Silbe accentuirt. Vielleicht wieder bloss Druckfehler? Aber warum dem Buche kein Druckfehlerver. zeichniss beigeben?

ibid. soll das ou in „arouse" den Laut des französischen ou haben (!): soll „bowlals Zeitwort diphthongisch ausgesprochen werden; heisst es: ,,ow ist gleich dem geschlossenen o am Ende mehrsilbiger Wörter, barrow, bellow, follow etc.; allow, below und bestow sind ausgenommen.“ Sollen

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