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5) Eça b. Ricc.
2) seran. Ricc. 4) saie. id. 6) aia. id.
4) uirant. Ricc. 5) samira. id.

2) de , mi nos agran. Ricc. 5) dal re. id. Die folgenden Strophen fehlen im Ricc., den Schluss derselben bildet eine, die wir ebenfalls hier unterdrücken.

Beurtheilungen und kurze Anzeigen.

Germania, Vierteljahrsschrift für Deutsche Alterthumskunde.

Herausgegeben von Franz Pfeiffer 8. Jahrgang. 2. Heft. Wien 1863.

Katharinen Marter. Herausgegeben von Joh. Lambel. Text, (3254 Verse) nach einer Abschrift Pfeiffers, das Original ist in der Wiener Hof bibliothek nebst Einleitung über Sprache (mitteldeutsch), Vers, Reim, Inhalt, Quelle und verschiedene Bearbeitungen nebst einigen sachlichen Anmerkungen: eine recht verdienstliche Arbeit.

Prager Bruchstücke des Nibelungenliedes. Von Franz Pfeiffer. Beschreibung und Besprechung der beiden in Prag aufgefundenen handschriftlichen Bruchstücke des Nibelungenliedes, eines kleineren schon 1862 gefundenen und gedruckten, eines grösseren, später entdeckten, bier zum ersten Male gedruckt vorliegenden. Nach Pfeiffer scheint es ausser Zweifel, dass beide Blätter Theile einer und derselben Handschrift sind, deren Text dem sebr eigenthümlichen der Handschrift D (der 2. Münchener) ganz nahe steht, nur dass er viel älter ist.

Bruchstücke aus dem Rosengarten. Von Karl Bartsch. Zwei schon von W. Grimm im Jahre 1859 in den Abhandlungen der Berl. Akademie veröffentlichte Bruchstücke, die wegen ihrer Wichtigkeit hier Lochmals in Anlehnung an Grimm's Text abgedruckt werden, in deren Erklärung und Ergänzung aber Bartsch oft wesentlich von Grimm abweicht.

Heimdall und Wilhelm Tell. Von Alois Lütolf. Da die Erzählung von Tell als Geschichte nicht zu retten ist, wird der Mythus von Heimdall herangezogen und die Identität beider durch die Heroengrösse Tells zu beweisen versucht. Der zweite Theil des Götternamens ist iden. tisch mit dem Namen Tell; aus dem ersten „Heim“ konnte schon früh im Mittelalter Wilhelm gemacht werden. (?) „Doch ist es vornehmlich die ideale Stellung, welche Wilhelm Tell dem bedrängten Volke (den Asen) and seinem Feinde (Loki) gegenüber hat, die uns an Heimdall gemahnt.“ Dem Verfasser lag daran, wie er schliesslich sagt, einen kleinen Beitrag zur Lösung der schwierigen Frage zu geben (-?-), damit es einmal Wahrheit werde mit Schillers Spruch: Du kennst den Schützen, suche keinen

Recension Mussafia's von: Messire Gauvain ou la vengeance de Raguidel, poème de la Table Ronde par le trouvère Raoul publié et précédé d'une introduction par C. Hippeau. Paris 1862.

andern.

Bericht über die Sitzungen der germanistischen Section der XXI. Philologenversammlung von K. Bartsch.

Bibliographische Uebersicht des Jahres 1862 von K. Bartsch.
Berlin.

Dr. Sachse.

Geschichte der englischen Sprache, dargestellt in ihrem Ver

hältnisse zur deutschen und französischen von Dr. Gust. Schneider. Freiburg im Breisgau, Herder 1863.

Gleichzeitig mit C. F. Koch's historischer Grammatik der englischen Sprache erschien soeben das oben angezeigte Werk, welches man nicht gerade als eine Bereicherung der allgemeinen sprachwissenschaftlichen Literatur, ganz besonders aber als einen Fortschritt auf dem Gebiete des englischen Sprachstudiums begrüssen wird. Im Plane, dem auffallender Weise nirgends im Buche erwähnten Werke von G. P. Marsh (the Origin and History of the English Language etc. London 1862) sehr ähnlich, ist es demselben an Gründlichkeit doch überlegen. Ja, man könnte es für ziemlich erschöpfend in der Behandlung des Gegenstandes erklären, hätte der Verfasser, der eine ausserordentliche Belesenheit in dem von ihm bearbeiteten Fache an den Tag legt, nicht des Guten zu viel gethan und eine Masse von Dingen mit hineingezogen, die er oft_nur flüchtig berühren konnte. Stellenweise macht dabei das Buch den Eindruck, als ob man bloss die Materialien zu einem Werke oder die vorbereitenden Studien, statt der Resultate derselben, vor sich hätte. In diesem Punkte gebührt wieder Marsh der Vorzug. Ueberhaupt aber ist dies ein Vorwurf, dem deutsche Werke oft genug im Vergleich zu englischen und französischen ausgesetzt sind. Dass unser Verfasser ihn hätte vermeiden können, das beweisen manche Partien seines Buches, wo er Gewandtheit genug in der Form bekundet. Seine Darstellung ist an vielen Stellen eben so präcis wie sie sauber und gefeilt ist; zuweilen erhebt sie sich sogar bis zur Beredtsamkeit und ergeht sich in bilderreicher Sprache; oft aber überwiegt der allzureiche Inhalt die Form, und es leidet diese darunter. Ich beabsichtige hier für jetzt keine ausführliche Besprechung des Werkes. Wenn ich aber trotzdem auf Einzelnheiten eingehe und Tadel nicht zurückhalte, so geschieht dies durchaus nicht aus Verkleinerungssucht, sondern zunächst

, um dem Verfasser einen Beweis zu liefern, dass ich sein Werk nicht bloss flüchtig gelesen habe und um ihm Gelegenheit zu bieten, bei einer etwaigen künftigen Auflage die Fehler zu berichtigen. Bei einigen der hier aufgezählten Unrichtigkeiten wird man eines Erstaunens sich nicht erwehren können. Man wird sich fragen, wie es möglich war, dass ein Sprachforscher solcher Unachtsamkeiten sich schuldig machen konnte. Erkläre sich das, wer da wolle: ich will nun einmal das Werk mehr von der günstigen Seite beurtheilen. Strengere Richter mögen kommen und den Stab brechen oder doch ein weniger günstiges Urtheil über das Buch fällen: ich habe genug gethan, wenn ich auf die einzelnen Ungenauigkeiten hinweise.

S. 141 §. 13. Wo ist der Unterschied im Accent zwischen avail und avále? Wie gehören „gentle“ und „genteel," „precedent“ und „president“ hierher? (To avale und to aspect sind übrigens veraltet). Welcher Unterschied der Bedeutung ist zwischen pother und bother?

S. 153 wird die Aussprache von „balm“ als „bawn“ angegeben.

S. 159 lesen wir: „Rake-bell bedeutete ehemals baronet; obald verband sich damit der Begriff von „wohllebender Mensch,“ und da derjenige, welcher mehr an's Wohlleben denkt, leicht ein Wollüstling wird, ging die

anfangs gute Bedeutung in diese letztere über; der Ausdruck ward desshalb aufgegeben, um nicht mit dem Gedanken an baronet stets die Idee von einem ausschweifenden, wollüstigen Menschen zu verbinden.“ Dieser anglückselige Schnitzer denn anders kann ich es nicht bezeichnen rührt augenscheinlich von der Stelle in Trench's Past and Present p. 140 her, wo es beisst: Rakehell,” which used to be spelt 'rakel or 'rackle' (Chaucer), a good English word, would be only through an error included in this list, although Cowper, when he writes' 'rakehell

’ (“rake-hell baronet) evidently regarded it as belonging to this group. Bedarf es nun für die Leser des Archivs noch einer näheren Erklärung des sonderbaren Versehens unsers Verfassers ?

.S. 162 „Golden“ und „earthen“ wären bloss für die Poesie und Bibelsprache erhalten?

Sagt man nicht „to wip golden opinions ?" golden opportunities? Dies jedoch kann man freilich poetisch nennen, weil bildlich gebraucht. Aber , earthenware ?"

S. 164 „Craft bedeutet jetzt bloss Geschicklichkeit.“ Doch nicht; sondern auch: fraud, cunning; small sailing vessels, coasters. Vgl. die Wörterbücher.

S. 174 ,,Daniel John, besonders für die Satire eingenommen, trat in Lydgate's Fussstapfen, und war in seinem Unternehmen bisweilen recht glücklieh. In seinem satirischen Werke „London Lickpenny“ (eigentlich Lackpenny“) geisselt er alle Geschäftsleiter“ u. s. w. Vorher hatte der Verfasser John Lydgate mit seinen Werken angeführt und sie charakterisirt. Wer non, glaubt man, war dieser Daniel John? Kein anderer als Dan Jobn Lydgate selbst, der bekannte Verfasser des „London Lackpenny.“ Bei diesem Versehen muss es wohl heissen: difficile est, satiram non scribere.

S. 175 Wober weiss Dr. Schneider, dass Thomas More der Verfasser der Ballade ,The Nut-brown Maid ?a Bisher war Alter und Verfasser der Dichtung unbekannt.

S. 202 ,Kicksy - wicksy“ ist keineswegs veraltet, sondern täglich im Munde zärtlicher englischer Väter, wenn sie ihre kleinen Töchterchen liebEosen. Eben so wenig ist „mad brained, “ ibid. veraltet. Auch nicht „Tagrag. 8. 204.

S. 205 „Die einzigen von den letzteren“ (den zwischen Spenser und Milton lebenden Dichtern nämlich, mit Ausnahme Shakspeare's), „die durch ikre Dichtungen ein günstiges Urtheil der Kritik für sich beanspruchen dürfen, sind die Brüder Fletcher und Giles Fletcher.“ Hier muss ich erstens fragen, meint der Verfasser die Brüder Phineas und Giles Fletcher, oder etwa (aus Missverständniss) Beaumont und Fletcher und Giles Fletcher? So, wie er sie benannt hat, ist die Sache sehr unklar. Welche Fletcher aber auch gemeint seien, muss ich zweitens fragen: Und diese wären die einzigen nennenswerthen neben Spenser und Milton ?

S. 206 Zum dritten Male heisst es hier: „Asbam“ statt „Ascham."

S. 211 Kann man Composita wie „smooth-enameld,“ „grey-hooded, “ iry-crowned,' „dewy-feather’d,“ wisdom-giving und gar „low-rooft“ doppelte Epitheta nennen?

S. 212 „A bevy of fair women,“ jetzt bloss von Hühnern gebraucht, (s covey of" partridges) – etc. Ist „covey“ Druckfehler? Die Behauptang übrigens ist unrichtig. Vgl. die Wörterbücher.

S. 217 „Bloss einige Wörter wie truth, justice, mercy, peace etc. sind, weiblichen Geschlechts." So dürfte die Regel doch wohl nicht gefasst werden.

S. 219 Der Vocal e vor dem s des Plurals bleibt, wenn der letzte Consonant ein doppelter ist.“ Was soll das bedeuten?

ibid. „Hauptwörter auf -f (mit Ausnahme von fife und strife) vertauschen inn Ploral das f mit v. Weiter kannte der Verfasser keine Ausnahmen? Archiv f. n. Sprachen. XXXV.

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S. 244 „This was the most happiest man.“ Soll doch nicht etwa auc für Urenglisch empfohlen werden?

ibid. „Seit Shakspeare fing man an, keinen Unterschied zwischen y und you zu machen.“ In der authorised version der Bibel wenigstens i er streng festgehalten.

S. 277 „In world lautet r gar nicht.“ (?) In allen englischen Wörtel büchern ist die Aussprache „world“ angegeben.

S. 286 Von abstracten, sächlich gebrauchten Substantiven von Adje tiven hätte das ganze englische Idiom bloss das eine: „the beautiful ?" Fi dem Verfasser nicht sofort dabei der Titel von Burke's Werk ,on th Beautiful and the Sublime“ ein? Anderer, namentlich in Bulwers häufig vorkommenden nicht zu gedenken.

Š. 305 „Der Reim kam erst seit dem 16. Jahrhundert in der englische Literatur auf, und verschaffte sich nach langen Kämpfen gegen die Voi urtheile der Dichter insbesondere, welche die Classiker zum Musternal men, Geltung.“!!! Wie stimmt das mit der allerdings ganz richtigen An gabé (S. 206) zusammen, dass blank verse zuerst in einer Uebersetzun des 4. Buchs der Aeneide von Lord (besser Earl of S--) Surrey (+ 1547 mit ziemlicher Geschicklichkeit gehandhabt worden? Fast möchte ma glauben, der Verfasser habe die Bedeutung des Ausdrucks ,blank verse gar nicht verstanden, als er diese confusen und sich widersprechenden Ar gaben niederschrieb. Bekanntlich schrieb man anfangs nur in Reimen, un erkennt man dem grossen Vorgänger Shakspeare's -- Marlow, das Verdiens zu, in seinem Tamburlaine the Great zuerst die Kühnheit gehabt zu haber das lang für den Reim gehegte Vorurtheil zu durchbrechen und den blan verse anzuwenden. Surrey's Beispiel war nur vereinzelt geblieben. Aucl war er ja nicht Dramatiker. Zu allgemeiner Geltung kam der. blank verse wie unser Verfasser gleich nachher richtig genug bemerkt, durch Anwen dung desselben im „Paradise Lost.“ Wie also sollen wir uns obige räthsel hafte Stelle erklären?

S. 306 unten wird Sackville's „Ferrex and Porrex“ als: „Gorbodu oder Ferrex (Porrex)" (sic!) angeführt.

Ich komme nun zu dem Kapitel, welches der Verfasser einer Geschicht der englischen Sprache sich zwar hätte ersparen können, konnte er sic indessen nicht weise beschränken, jedenfalls' mit der grössten Genauigkei hätte behandeln sollen; gerade hier aber stossen wir auf die meisten Un richtigkeiten und Versehen. S. 315 lesen wir: „O und U sind kurz voi einem Consonanten in derselben Silbe,“ und das erste hierzu gegebeni Beispiel ist: „Old.“ ! S. 316

„In einsilbigen und zusammengesetzten Wörtern hat es gewöhn lich den offenen Laut.“ Hierauf folgen Beispiele; dann heisst es: comb womb und tomb sind ausgenommen.“ Soll etwa combo wie womb und tom auszusprechen sein? Und wie soll der Anfänger wissen, wie er diese Aus nahmen auszusprechen habe? Auf derselben Seite begegnen wir gleic drei Druckfehlern auf einmal: „mowger“ für monger, „collegue“ für col league und „deposite“ für deposit.

S. 317 oben heisst es: „I in writhe und oblige lautet wie ee.“ Abei wo in aller Welt hat denn Herr Dr. Schneider sein Englisch gelernt? Meines Wissens ist Earl Russel der einzige gebildete Engländer, der sich darin gefällt, obleege zu sagen.

Gleich darauf ist caprice auf der ersten Silbe accentuirt. Vielleicht wieder bloss Druckfehler? Aber warum dem Buche kein Druckfehlerver zeichniss beigeben?

ibid. soll das ou in „arouse" den Laut des französischen ou baben (1) soll ,,bowl“ als Zeitwort diphthongisch ausgesprochen werden; heisst es „ow ist gleich dem geschlossenen o am Ende mehrsilbiger Wörter, barrow bellow, follow etc.; allow, below und bestow sind ausgenommen.“ Sollen

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