Page images
PDF
EPUB

artiges bezeichnen liesse. Es bleibt daher bei einer bloss äusserlichen Nebeneinanderstellung, einer so äusserlichen, dass z. B. Die Verfasserin von Godwie-Castle, weil sie zufällig das „von“ erheirathet bat, unter den Vertretern der Aristocratie aufgezählt wird, wahrend ibre poetischen Productionen vielmehr aus der romantisch-künstlerischen Atmosphäre des bekannten Wachschen Hauses in Berlin erklärt werden müssen.

II. S. 260 293. Die Bühne und die dramatische Dichtkunst. Ueber Literatur- und Bühnen-Drama, die Berliner Hofbühne und ihre Inten. danten, Hof und Volksbühne, das Dresdener und das Wiener Hoftheater, Schauspieler und Directoren, die Stellung der dramatischen Schriftsteller, Prämien-Concurrenzen und den preussichen Preis für das beste Drama, die Oper und das Kunstwerk der Zukunft sagt der Verfasser manches Treffiche Wenn er aber (S. 278 ff.) den Schauspielerstand und das Directionswesen durch eine „Regierungs-Centralstelles für das Theater, mit „Beziehungen“ zu Theaterdirectoren, Schauspielern und dramatischen Schriftstellern, zu heben vorschlägt, und gar (S. 280) von dem angehenden Schauspieler verlangen wilt, dass er das Zeugniss der Reife von Seiten eines Gymnasiums oder einer Realschule beibringe, eventualiter eine Prüfung vor einer Commission jener „Centralstelle“ ablege (auch die Sänger? auch die Schauspielerinnen?), 80 würden wir um die Znkunft der freien Thespiskunst besorgt werden, wenn jene Vorschläge minder unausführbar wären, als sie es glücklicher Weise sind.

II. S. 294 326. Geschichtsschreibung und Politik. (Deutsche Historiker überhaupt: Johannes von Müller, Luden, Dahlmann, Schlosser, Raumer, Niebuhr, Ranke. Die moderne Schule: Droysen, Häusser, Gervinus, Sybel, Waitz, Mommsen, Duncker. Publicisten und Zeitungen. Politische Beredsamkeit.)

II. S. 326 360. Die Naturwissenschaften und der Materialismus. (Bedeutung der Naturwissenschaften für die Cultur der Jetztzeit, ihr Verhältniss zur Poesie. Moderne Naturdarstellung: Liebig, Schleiden, Burmeister, Rossmässler. Die Naturphilosophie und der Materialismus. Stimmführer des Materialismus: Moleschott, Büchner, Vogt, Czolbe. Arnold Ruge und die Materialisten. Freiherr von Reichenbach, das Od und die Magie.)

Wir könnten mit einer warmen Empfehlung des so vermehrten Buches unsere Anzeige schliessen, wenn nicht die neue Vorrede zu einigen Bemerkungen herausforderte. In dieser tritt die leidige Polemik zwischen dem Verfasser und Julian Schmidt auf gehässige Weise hervor. Gottschall bezweifelt (S. XX f.), „dass es Julian Schmidt gelungen wäre, einen Shakspeare und Schiller von einer Menge Gleichstrebender zu unterscheiden,“ wenn er ihr Zeitgenosse gewesen wäre. „Denn mit der productiven Kraft fehle ihm nicht nur das Mass derselben bei Andern, das Talent habe auch seine unwägbaren und unmessbaren Geheimnisse, deren ganzer Zauber nur von seelisch verwandten Gemüthern empfunden werde;" er behauptet (S. XXVII.), J. Schmidt verlange vom Dichter den Gehalt der Ideen“ nicht; er wirft ihn endlich zu „den Gottsched's und Nicolai's“ (S. XXIII. S. XXXII.). Was sollen diese Masslosigkeiten? Der Verfasser bezeichnet sehr richtig den verschiedenen Standpunkt, von welchem aus er iin Gegensatze zu J. Schmidt die Literatur betrachte (S. XXII.); es braucht hier nicht widerholt zu werden, was er sagt, denn die Sache selbst ist bekannt genug. Wir aber sind nicht geneigt, weder von dem Einen, noch von dem Andern uns einen Kanon der Dichter oder des Geschmackes vorschreiben zu lassen; man wird uns erlauben müssen, irgend einen anderen, weder mit J. Schmidt, noch mit Gottschall zusammentreffenden Standpunkt als den für eine gerechte Würdigung der Gegenwart geeigneteren anzusprechen und einzunehmen. Es genügt, dass Jeder den seinigen festhalte; Ausschliesslichkeit darf er für denselben nicht in Anspruch nehmen wollen. Schmidts Buch ist durch Gottschall nicht überflüssig zu machen; die Strenge der Schmidtschen Anschauungen und Urtheile kann nur zum Segen gereichen, denn sie mag Manchen, der Schaffenden wie der Geniessenden, zur Besinnung und Vertiefung bringen; auch das schonungslose Aufdecken der Fehler im Einzelnen, sein scharf accentuirter Tadel leisten der Literatur gewiss grössere Dienste als das zu freundliche Anerkennen des Mittelmässigen und Halbgelungenen; ja selbst wenn die herbe und ablehnende Weise, in welcher Schmidt sich zu der Literatur der Gegenwart verhält, abscbreckend auf die Production einwirken sollte, was leider nicht zu hoffen, so wäre auch das ein Gewinn, da die allein wünschenswerthe, die wahrhaft schöpferische Hervorbringung kaum durch die Ungunst des Publicums, in keinem Falle aber durch literarische Kritik sich beschränken lässt. Gottschall vergisst, dass, wenn er Schmidt vorwirft, dieser habe aus Mangel an Productivität einen „höheren“ Standpunkt nicht zu gewinnen vermocht, der Gegner den Spiess umdrehen und von ihm sagen darf, er müsse wohl oder übel den seinigen einnehmen, da er sich selbst die Berechtigung zur Production abschneiden würde, wenn er den Werth der Literatur der Ge. genwart so gering anschlagen wollte, wie J. Schmidt.

Wir hoffen, Gottschalls Literaturgeschichte recht bald in einer dritten Auflage zu sehen, ohne Vorrede, wie J. Schmidts neueste Ausgabe. In den weitesten Kreisen der Gebildeten wird Gottschalls Werk bald heimisch sein; für das eingehende Studium bleibt J. Schmidts Arbeit darum doch unentbehrlich.

H.

Unser Vaterland. Blätter für deutsche Geschichte, Cultur und

Heimathskunde. Herausgegeben von Dr. Heinrich Pröhle.
Heft 1 – 4. (Berlin, Oscar Seehagen.)

In einer Zeit, wie die gegenwärtige, in welcher die allgemeinen Interessen des Vaterlandes und der Nation sich einer so lebhaften Betheiligung in allen Gemüthern erfreuen, muss eine Zeitschrift willkommen sein, die es sich zur Aufgabe macht, eine gründliche Kenntniss des grossen deutschen Vaterlandes, seiner Geschichte und seiner Gegenwart, in den weitesten Kreisen zu verbreiten und begeisterte Liebe für das Vaterland durch solche Kenntniss zu erwecken. Dazu haben wir es hier mit dem Unternehmen eines Mannes zu thun, dessen Namen seit lange her von gutem Klange ist und der sich eben auf dem Gebiete der Wissenschaft von deutscher Literatur, Kultur und Sitte hervorragende Verdienste erworben hat. Wie der Zweck und die Aufgabe des Unternebmens uns beifallswerth erscheint, so erweckt uns die Persönlichkeit dessen, der es leitet, Vertrauen. Auch die Art der Ausführung können wir billigen.

Was hier gegeben werden soll, entspringt nicht von dem Standpunkte einer Partei oder des Sonderpatriotismus, sondern aus einem allgemeineren, für das Ganze deutscher Nationalität begeisterten Interesse. So will uns die oben genannte Zeitschrift Bilder aus der deutschen Geschichte und dem deutschen Leben, deutscher Kultur un Sitte und endlich deutscher Natur und Landschaft, zeichnen. Im Gegensatze zu andern ähnlichen Unternehmungen hat sich die vorliegende ein scheinbar engeres Gebiet abgesteckt. Alles, was sie giebt, soll sich auf gründlichere Erkenntniss deutschen Lebens und Wesens beziehen. Aber eben in dieser Beschränkung liegt zugleich der Reichthum dieser Zeitschrift. Die Mannigfaltigkeit des Interesses, die sie bietet, hat nichts Verwirrendes, denn es fehlt nicht an dem einen Alles zusammenhaltenden Mittelpunkte. Mit der engeren Begränzung des Gebiets ist zugleich die Möglichkeit gegeben, es mit gründlicherem Interesse, nach allen Hauptrichtungen, mit gründlicherer Aufmerksamkeit zu durchwandern und zu umschreiben „Man braucht sein Vaterland nur zu kennen, um es zu lieben,“ das ist die Rücksicht, die den Herausgeber sowohl bei dem Entwurfe seines Planes als bei der Auswahl des Stoffes geleitet hat. Zur Erweckung und Belebung patriotischen Sinnes sollen diese Blätter dienen, und so darf man hoffen, dass sie den verschiedenen Ueberzeugungen und Ständen gleich willkommen sein und in allen Theilen des deutschen Vaterlandes gleich freudig werden begrüsst werden.

Dem Herausgeber ist es gelungen, eine Reihe von vorzüglichen und zum Theil schon rühmlichst bekannten Mitarbeitern für sein Unternehmen zu gewinnen So bleibt die Ausführung in keinem Punkte hinter den Versprechungen und Erwartungen zurück. Die vorliegenden ersten vier Hefte zeichnen sich neben einem ungemeinen Reichthum an Stoff durchweg durch den gediegenen Werth und die ansprechende, allgemein zugangliche und zum Theil schöne Form der Beiträge aus. David Müller entwirft in kräftiger, lebendiger Weise ein anziehendes Bild von Arndt und seiner Zeit; Theodor Fontane schildert die interessante Geschichte von Schloss Köpenick in liebenswürdiger Weise; Bolze giebt eine fesselnde Uebersicht über die Geschichte Schleswig-Holstein's; ein Ungenannter schildert unter der Ueberschrift: „Deutsche Gastlichkeit“ mit scharfer Beobachtung die Eigenthümlichkeit verschiedener deutscher Stämme in Lebensweise und Charakter; Uhlenhuth charakterisirt in ansprechender Weise Solingen und seine Bewohner; den Königen Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I. von Preussen sind zwei Abhandlungen gewidmet worden. Als vorzüglich gelungen müssen wir bezeichnen die Abhandlungen: Kolonie Königswille vom Freiherr von Seld; Die Wahrzeichen und Denkmäler Berlin's von Schwartz; Goethe und Frankfurt am Main von Stricker; das Kölnische Museum Wallraf-Richartz von Wolfgang Müller. Der Herausgeber selbst hat mehrere schätzbare Mittheilungen über deutsches Leben und deutsche Sitte eingeschaltet. Auch die Umrisse zur Schilderung deutscher Natur von Hertzen, Poesche, Kühnemann sind vortrefflich in der Form und dem Inhalte nach interessant. Diese kurze Uebersicht schon reicht hin, um die grosse Mannigfaltigkeit und Reichhaltigkeit dieser Zeitschrift zu beweisen. Gegenwart und Vergangenheit gelangen gleichmässig zu ihrem Recht. Zu wünschen ist nur, dass in den folgenden Heften auch Mittel- und Süddeutschland eine gleichmässige Berücksichtigung fände, wie sich die ersten Hefte besonders mit dem Norden beschäftigt haben.

Die äussere Ausstattung ist elegant, der Preis sebr billig. Nur die eingedruckten Illustrationen müssen mit der Zeit besser werden. In Zeiträumen von je 4 - 5 Wochen soll je eine Lieferung von 6 Bogen erscheinen. Wir wünschen dem schön Begonnenen einen erfreulichen Fortgang und erwarten, dass die Zeitschrift ihrer Absicht gemäss in weiteren Kreisen eine gründliche Kenntniss vaterländischer Geschichte und vaterländischer Zustände verbreiten und zu patriotischer deutscher Gesinnung

an

regen wird.

Germania. Vierteljahrsschrift für deutsche Alterthumskunde.

Herausgegeben von Fr. Pfeiffer. 5. Jahrgang. 3. Heft.
Wien 1860.

mer und Win er von L. U and. Im hluss an frühere Abbandlungen in der Germania II, 218 und III, 129 hat der Verfasser den Gegensatz von Sommer und Winter besprochen, „der einst auch dem

ritterlichen Minnesange Stimmung und Farbe gab, und der sich in Liedern und Gebräuchen des deutschen Volkes noch besonders zum persönlichen Kampfe jener beiden Träger der alten Jahreseintheilung gestaltet hat.“ Der Verfasser führt uns in seiner bekannten sinnigen Weise ein reiches und anmuthiges Gemälde vor aus allen Zeiten und Gegenden, so viel des Stoffes seine reiche Belesenheit ihm an die Hand gab. Zwei Fabeln des Heinrich von Müglin.

Von Zingerle Mittheilung von zwei Fabeln des Heinrich von Müglin aus der Wiltiner Handschrift, die in der Ausgabe des Professor Müller in Göttingen fehlen.

Bruchstücke einer lateinisch-althochdeutschen Logik. Von Jos. Max Wagner. Ein kleines Bruchstück aus Bl. 92 der Wiener Mischhandschrift 275 (Hoffinanns Verzeichniss 372), nach Wagners Vermuthung dem 11. Jahrhundert angehörig.

Die deutschen Appellativnamen. II. und III. Von Wilh. Wackernagel. Als Fortsetzung des Aufsatzes im 2. Hefte des 4. Jahrgangs (1859 S. Archiv 27 Bd. p 109) bespricht der Verfasser zuerst die zweite Art von Appellativnamen, die dem Wesen, wie der Zeitfolge nach den Uebergang von der lebhaft personificirenden Eigenbenamung der Dinge zu der appellativen Verallgemeinerung der Personennamen bilden. Das Wort, allegorisch oder anspielungsweise gebraucht, hat nur den Anschein eines individuellen Eigennamens, in Wirklichkeit hat es den Sinn eines appellativen Sammelwortes oder einen ganz abstracten Sinn. Ganz besonders ergiebig in Belegen dieser Art sind die Sprüche des Tannhäusers, Reinmars von Zweter, Siisskinds von Trimberg und Meister Boppes, ganz vorzugsweise aber der Renner. Auch aus dem Judas Abrahams a santa Clara wird eine Stelle mitgetheilt, welche die Namen der fünf thörichten Jungfrauen so angiebt. „Ich mein, die erste bat geheissen Slafofta, die andere Schlenziana, die dritte Faulberga, die vierte Thuenixa, die fünfte Rauzinbeta. Gewiss ist es, dass sie faule, schläferige Menschen gewest.“ Sodann werden in 4 Abtheilungen Verzeichnisse von solchen Namen gegeben. A. Eigennamen, die sonst auch üblich sind, werden nun wortspielsweise angewendet, z. B. Vrômuot, Nithart. B. Es werden Namen nach Art der Taufnamen' neu und eigens gebildet, z. B. Her Trunkenboldt, Spothilt, Wandelmuot. C. Die Personification wird durch einen Beinamen bezeichnet, dessen erster Theil imperativisch ist und dessen Sinn ironisch oder durch Ironie scherzend oder spottend ist z. B. Laeren biutel, Füllen sac, Her Brich den eit. D. Allegorische Namen aller Art, adjectivische, substantivische, adverbiale, aus ganzen Sätzen bestehend. Hierher gehören auch allegorisirende Wortspiele eines schon vorhandenen Namens, z. B. Bettlehem anspielend auf Bettel, Oberland so wie auch Himmel; aber auch erfundene Namen der Art giebt es: Affental, Hungertal, Eselsheim, Narragonia.

Die dritte Art der Appellativnamen ist die, welche aus persönlichen Nominibus propriis, aber ohne Wortspiel und persönliche Verflüchtigung, vielmehr stets mit vollster Behauptung eines sinnlichen Begriffs appellativ geworden sind. Diese sind jung, frühestens aus dem 15. Jahrhundert, aber der Anlass zur Benennung findet sich schon in früherer Zeit. Solche Namen sind : Grete, Hans (Jan-Dumerjan), Heinrich (Heinz), Jacob (Jack), Konrad (Kunz), Peter, Nicolaus (Nickel, Pumpernickel), Karl u. dgl.

Den Schluss dieser umfassenden, wichtigen Abhandlung macht eine Anmerkung über die Namen, die Collectivbedeutung gewonnen haben, in welcher der Verfasser die Namen Michel, Hans, Jan Hagel, Schmalhans, Faulenz und den „leidigen“ Schlendrian bespricht. Der ganze Aufsatz verdient wegen der Menge der Erklärungen von Ausdrücken des gewöhnlichen Lebens eine populäre Bearbeitung und die weiteste Verbreitung:

Bruchstücke eines niederrheinischen epischen Gedichtes. Von Karl Bartsch zu Rostock. Nach Mittheilung von 115 Versen, die auf einem abgelösten Pergamentblatt aufgefunden sind, werden einige Verbesserungen gegeben und der Inbalt des Bruchstücks besprochen. Bestimmte geschichtliche Züge lassen sich nicht auffinden; es enthält die Fahrt eines Normannenherzogs Heinrich nach dem Morgenlande. Es gehört dem 13. Jahrhundert an. Die Sprache ist niederrheinisch mit niederländischen Anklängen, die auf eine ursprünglich niederländische Abfassung weisen; doch liegt dem Ganzen als Quelle ein Französisches Gedicht zum

Grunde Zur Tannhäuserliteratur. Von J. V. Zingerle. Mit Hinweis auf H. Hollands Aufsatz im Abendblatt zur Münchener Zeitung (Nro 305, 308, 310) über die Sage vom Ritter Tannhäuser, dessen Leben und Lieder, theilt Zingerle die vier Lieder der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Colmarer Liederhandschrift mit, welche Tannhäusers Namen tragen. Sie sind aus späterer Zeit untergeschoben und in jeder Beziehung ohne Werth.

Sein mit dem Infinitiv. Von Vernaleken. Zu Grimms Gr. IV, 92 bringt V. zwei mittelhochdeutsche Stellen bei und stellt einige Beispiele über sein und heissen zusammen: hie ist gut sein, Luther; das heisst überraschen, Lessing.

Zum goldenen Horn. Von Zingerle. Nachtrag zur Germania V, 101. Der Verfasser hat obne Zweifel meine Anzeige im Archiv 28. Bd. S. 308 nicht gelesen, sonst hätte er diesen Nachtrag nicht gegeben.

Ein Gedicht auf den Zauberer Virgilius. Von Zingerle aus der Wiltiner Handschrift mitgetheilt. Es ist nach Angabe der Handschrift von Heinrich von Müglin und besteht aus fünf 18zeiligen Strophen „im langen don.“ Es behandelt die bekannte Sage von einem in eine Flasche gebannten Geiste.

Zum Volksliede. Von Anton Birlinger. Literarische Notizen über einzelne volksthümliche Lieder.

Recensionen von Zingerle und Bartsch. Erster zeigt an: Kuhn's Sagen, Gebräuche und Märchen aus Westphalen und anderen Gegenden Norddeutschlands ; Maurer's Isländische Volkssagen der Gegenwart; Lechner's Volkssagen und Schilderungen prachtvoller Gebirgsausflüge aus dem Salzkammergute; Bartsch recensirt J. Falke's Buch über deutsche Volkstrachten und Möbius' Ausgabe der Edda.

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit. Organ

des Germanischen Museums zu Nürnberg. 1860, Nro. 9 - 12.

Zur Geschichte des schwarzen Todes und der Juden verfol. gungen. Von Archivar Herschel zu Dresden. Mittheilung von zwei Schreiben der Stadträthe von Lübeck und Rostock aus dem 15. Jahrhundert, die genannten Gegenstände betreffend.

Dreierlei zur deutschen Namenforschung. Von F. Winter in Magdeburg. 1. Lehmann. Der Name Lebmann wird mit Herrn von Ledebur von Lehnmann abgeleitet und so gedeutet. 2. Fahrlandsee. Dies Wort wird für ein deutsches gehalten und angenommen, dass es durch plattdeutsche Aussprache aus dem ursprünglichen Namen Vogellandssee hervorgegangen sei. 3. Etwas das auch vor Verwesung zu schützen wäre. Der Verfasser schlägt vor a) man solle, da die Separation überall

« PreviousContinue »