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a challenge to a person (vom Duell); frei lassen, to set free, to free from arrest, to release (from bondage), to emancipate, to liberate, to manumit (von Sklaven); freie Wahl lassen, neben to let auch to give one the choice; freien Lauf lassen, to give scope. G. sich gefallen lassen, to put up with, to comply with, to sub

you must not put up with every thing; sich einen Vorschlag gefallen lassen, to consent to a proposal ; das kann er sich unmöglich gefallen lassen, it is impossible for him to agree to that; so etwas lässt er sich nicht gefallen, such things won't go down with him; das lass ich mir gefallen, very well, be it so.

Sich gehen lassen, to indulge one's inclinations; viel drauf gehen lassen, to spend a good deal of money; die Farbe gehen lassen (besser verlieren), to lose color, to fade; die Schüler gehen lassen, to dismiss the pupils; lass es gehen, wie's geht (wie es mag), leave the world to take its course, let it go as it lists. Lasse dir das gesagt sein, let that be a warning for you; lass es gut sein, never mind, no matter. Geschehen lassen, to consent to, not to hinder, not to prevent, auch to let go, to allow.

H. hängen lassen (den Kopf), to hang down one's head; er wird Haare lassen müssen, he will be the worse for it, he will come off second best, he will be fleeced, he will have to pay for it; er lässt kein gutes Haar an ihm, he has not a word to say in his favor, he won't allow him one good quality; er wird sich kein graues Haar darüber wachsen lassen, he will not grieve at it, it will give him no great pain, uneasiness; holen lassen, to send for; hoch leben lassen, to drink the health of somebody; herausgeben lassen, to own. (Komm mit mir, dann, um uns den Koffer und die Reisetasche herausgeben zu lassen, S. p. 200, come with me, then, to own the trunk and the carpet-bag.) Die Redensart „lass dir auf einen Thaler herausgeben“, ist durch get a Prussian dollar changed’ zu übersetzen. Hingehen lassen, not to punish, not to reprimand one for ...; sich hören lassen (von Künstlern), to perform publicly, to sing, to play in public, before company); von Rednern, to speak; einen Buchstaben hören lassen, to sound a letter; das lässt sich hören, that is worth hearing, there is some reason in what is said, what is said is worthy of attention or consideration or of notice, that is acceptable, plausible, reasonable; er hat lange nichts von sich hören lassen, he has been silent for a long time.

K. kommen lassen, to order, he ordered his books from London

L. sein Leben lassen, to die, to lay down one's life, to give ope's life; sich lesen lassen, to be worth reading, to be readable; einen laufen lassen (= fortschicken), to turn one out, to discard; etwas lassen, to shun, to avoid ; auch in der Bedeutung von anfangen, z. B. wo haben Sie Ihre Bücher gelassen, what have you done with your books? - sich nicht lumpen lassen, to act liberally, to display liberality, not to be niggardly, not to act shabbily.

M. sich merken lassen, to show, to discover to betray something; sich nichts merken lassen, to take no notice of to seem not to know, to remark someth.; einen etwas merken lassen, to give to understand, to hint, to intimate.

N. das lässt er sich nicht nehmen, he thinks it to be his privilege.

R. in Ruhe lassen, to let alone.

S. sitzen lassen (ein Mädchen), to abandon, to give one the slip (auch: stehen lassen); den Hut sitzen lassen, to keep one's hat on; schiessen lassen (die Zügel), to let loose (the reins); im Stiche lassen, to leave in the suds; stehen lassen (von Rechnungen), not to pay for something; alles stehen und liegen lassen, to give up all, to leave all; etwas auf sich sitzen lassen, to pocket an affront; sich sehen lassen, to come to see.

T. sich träumen lassen, to imagine, to take into one's head; sich nicht trösten lassen, to refuse consolation; sich thun lassen, to be practicable; etwas thun lassen, to see something done.

U. unberücksichtigt lassen, not to consider, to mention; unver. sucht lassen, to try every thing.

V. den Vorzug lassen, to give the preference; (Krieg) verinuthen lassen, to give cause to suspect, to argue war; versehen lassen (seine Stelle), to be represented; vor sich lassen, to admit to one's presencé, to receive; sich verdriessen lassen (keine Mühe) to spare no pains, to be unwearied.

W. wissen lassen, to inform; Wasser lassen, to make water; warten lassen, to keep waiting.

Z. zappeln lassen, neben to leave one to struggle noch: to forsake one in distress, to keep one in suspense, to tantalize one. Speyer.

Dr. Wilhelm Dreser.

Sprachvergleichendes. Mit Zugrundelegung des sechsten Gesanges der Frithiofssage.

Der Verfasser dieser Zeilen hat von jeher eine hohe Befriedigung darin gefunden, sich mit möglichst vielen Sprachen einigermaassen vertraut zu machen. Es gewährte ihm eine unbeschreibliche Freude, sowohl Abweichungen von früher für allgemein gehaltenen Regeln als auch neue Beweise und Analogien für dieselben in neu studirten Sprachen zu entdecken, und so seine Bewunderung beständig teilen zu müssen zwischen der unendlichen Mannigfaltigkeit und der erstaunlichen Gleichartigkeit des in den verschiedenen Idiomen ausgeprägten Menschen- und Volksgeistes. Von diesem Gesichtspunkte aus treibt er Sprachvergleichung, ohne sich der Kenntniss des Sanskrit, die wahrscheinlich von Vielen dazu für durchaus notwendig erachtet wird, rühmen zu dürfen. Die folgenden Anmerkungen und Excurse sind daher sehr anspruchsloser Natur. Neu an ihnen ist vielleicht nur die Zusammenstellung, während die angeführten Tatsachen meist schon bekannt und zerstreut hier und da behandelt sein dürften. Man nehme also die folgende Arbeit nur als Probe, wie sich der Verfasser die sprachvergleichende Methode zur Anregung beim Unterricht verwertet denkt, und wie er selbst beim sprachlichen Unterricht, je nach dem verschiedenen Auffassungsvermögen und Wissen seiner Schüler, mehr oder minder bemüht ist aus den Sprachen die Sprache, aus den Erscheinungen das Gesetz abzuleiten. Die Wal des Textes ist eine rein zufällige gewesen, vielleicht beeinflusst von der hervorragenden Stellung, welche die Frithiofssage nach des Verfassers Ansicht in der poetischen Literatur aller Völker einnimmt; hätte eine andere Sprache

zu Grunde gelegen, so wären die Anmerkungen zwar den Verhältnissen gemäss modificirt worden, hätten aber doch wesentlich dasselbe Gepräge getragen. Des besseren Verständnisses wegen lasse ich auf den schwedischen Text die deutsche Uebersetzung folgen; die Wörter, an welche sich eine Besprechung knüpft, sind durch den Druck bervorgehoben.

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Frithiof spelar schack.
Björn och Frithiof suto båda
Vid ett schackbord, skönt att skåda.
Silfver var hvarannan ruta,
Och bvarannan var af guld.

Då steg Hilding in: „Sitt neder,
Upp i högbänk jag dig leder,
Tom ditt horn, och låt mig sluta
Spelet, fosterfader huld!

Hilding, qvad: „Fråm Beles söner
Kommer jag till dig med böner.
Tidningarne äro onde,
Och till dig står landets hopp.“

Frithiof qvad: „Tag dig till vara,
Björn, ty nu är kung i fara.
Frälsa's kan han med en bonde:
Den är gjord att offras opp.“

„Frithiof, reta icke kungar,
Starka växa örnens ungar;
Fast mot Ring de aktas svaga,
Stor är deras magt mot din.“

,,Björn, jag ser du tornet hotar,
Men ditt anfall lätt jag motar.
Tornet blir dig svårt att taga,
Drar sig i sin sköldborg in.“

, Ingeborg i Baldershagen
Sitter och förgråter dagen.
Kan hon dig till strids ej locka,
Gråterskan med ögon blå ?"

„Drottning, Björn, du fåfängt jagar,
Var mig kär från barndomsdagar,
Hon är spelets bästa docka,
Hur det går, hon räddas må.“

„Frithiof, vill du icke svara?
Skall din fosterfader fara
Obörd från din gård, emedan
Ej ett dockspel vill ta slut?"

Då steg Frithiof upp och lade
Hildings band i sin och sade:
„Fader, jag har svarat redan,
Du har hört min själs beslut.

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Rid att Beles söner lära
Hvad jag sagt: de kränkt min ära,
Inga band vid dem mig fästa,
Aldrig blir jag deras man"

„Väl, din egen bana vandra,
Ej kan jag din vrede klandra.
Oden styre till det bästa ! "
Sade Hilding och försvann.

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Björn und Frithiof sassen Beide bei einem Schachbrett, schön zu schauen. Silber war jedes zweite Feld, und jedes zweite war von Gold.

Da trat Hilding herein: „Setze dich nieder, hinauf zum Ehrenplatz geleite ich dich, leere dein Horn, und lass mich das Spiel beenden, trauter Pflegevater !"

Hilding sagte: „Von Bele's Söhnen komme ich zu dir mit Bitten. Die Nachrichten sind schlecht, und bei dir steht des Landes Hoffnung.“

Frithiof sprach: „Nimm dich in Acht, Björn, denn jetzt ist der König in Gefahr. Gerettet werden kann er vermittelst eines Bauers: der ist gemacht aufgeopfert zu werden.“

„Frithiof, reize Könige nicht, zu starken wachsen des Adlers Junge heran; obgleich sie gegen Ring schwach erachtet werden, ist ihre Macht gross gegen die deine.“

„Björn, ich sehe, du bedrohst den Turm, aber deinem Angriff begegne ich leicht. Schwer wird's dir, den Turm zu nehmen, er zieht sich in seine Schildburg hinein.“

„Ingeborg sitzt in Balder's Hain und verweint den Tag. Kann sie dich zum Streit nicht locken, die Weinerin mit den Augen blau ?“

„Die Königin, Björn, jagst du vergeblich, war mir lieb von Kindheitstagen, sie ist des Spiels beste Puppe, wie es auch ergehe, sie muss gerettet werden.“

„Frithiof, willst du nicht antworten? Soll dein Pflegevater ungehört von deinem Gehöfte gehen, weil ein Puppenspiel nicht Ende nehmen will ?

Da stand Frithiof auf und legte Hilding's Hand in die seinige und sagte: „Vater, ich habe schon geantwortet, du hast meiner Seele Beschluss gehört.

Reite, Bele's Söhnen beizubringen, was ich gesagt: sie haben meine Ehre gekränkt, keine Bande fesseln mich an sie, nie werde ich ihr Dienstmann.“

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