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den Handzehen s. v. a. mit den Händen) und ta-nzen (mit den Fußzehen oder Füßen) verwandt mit ba in dem span. da-nzár, und franz. da-nser, tanzen. Im lat. sa-lire (springen). sal – tare (tanzen) ist s (===d) noch zu sehen. Eben so fömmt tie Wurzel da aud im span. daño (Scaden), im span. da-ma und franz. da-me, Frauenbild vor, wo die Wurzel da=de=se=3e auf das organisirende Mittelglied (Zche) hinweiset. Auch findet sich diese Wurzel im griech. -, oder 8a-v -w, ich baue, bilde. Auch erscheint da im altlat. da-nare statt da-re, span. dá-r, geben, und in der deut. Vorsylbe dar, 3. B. da-rreichen, da-rbieten, Da-rleben ist die Wurzel da, da und bezeichnet die Hand zehe (. i. den Finger oder überbaupt auch die Hand, mit welcher man gibt und nimmt. Im Engl. ging d in t über, 3. B. to ta-me (f. 1. a. do- mare, zäh in en, baber auch im Deutsch. za-hm, d. h. durch und an die Handzehen gewöhnt se. Eben so betrachte man das griecy. da-íw, ich thesile (nämlich mit den Handzeßen) und da-is, die Theilung, Zutheilung beim Mahle, daher das Mahl selbst. Auch das griech. dá - Tvelv, beißen (mit den Zähnen, de- ntibus, welche zehenartig geformt sind, wie Zehen aussehen), taber da-anyelv, effen, verwandt mit dem lat. da-ps, da-pes, Mahl, und dies, wie -tvw organisch entsprossen aus der Wurzel da, da == de in de-ns, 3 ahn). Im Engl. heißen teeth und tooth, Zahn, und de-ntel, Zähnden. Auch gehört zur Vergleichung hieher 8d-w, ich z e-hre, verzehre (mit den Zähnen, d. b.) effe, auch ze=rreiße (d. 1. theile, reiße mit den Handzehen). Und selbst das Wort reisen f. 8. a. einen Weg zurücklegen, gehen, steht statt We-rs oder ze=rreißen (nämlid mit den Zehen der Füße, d. 5. mit den Füßen durch Geben, den einen Drt som andern gleichsam trennen).

Ocht i in u über, so erscheint die Wurzel du, dv, du, 3. B. in dem deutsch und so wed. Personal - Pronomen Du (lat. tu, span. tú, griech. tu, ital. tu, franz. tu). Dieres Wort stellt uns zugleich das Naturgemälde der sprechenden und der mit dem Zeigefinger angesprochenen Person dar, wobei wir sehen, daß der Name Du (ursprüngl. s. v. a. Zehe oder Zeiges finger, mit welchen der Naturmend die Anrede begleitet) zus gleich auf die Person, die er anredete, übertragen wurde. Wie oben schon einmal bemerkt wurde, beißt im Engl. toe (tu) die Zehe, ursprüngl. auch ľ. 4. A. Handzehe oder Finger; daher to,

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do s. 6. a. das deutsche zu thu-en (ft. zu dusen). Wie to und do, so sind die deutsch. Sylben du, zu und thu logischphonetisch verwandt, und haben alle den Wurzelbegriff von Zebe (di - gitus). Im Ahd. lautete zü wie zu oder zi. Auf gleiche Weise, wie das Wurzelwort Zebe, unter der Gestalt von de, im Altdeutschen, im Engl. unter der von the, als demonstratives Pronomen gebraucht wurde, so war es auch im Span. und Franz. unter der Form von de und im 3tal. unter der von di (Zebe) zur Bezeichnung des Genitiv-Verhältnisses verwendet. Darum ist der Genitiv-Cafus der Lateiner, Griechen und anderer äls teren Völker recht eigentlich der Zeugung8-Fall. Und wenn wir ihn nicht mit Zeugungs- oder Deutefall überseßen wollen, so legen wir recht klar an den Tag, daß uns der Sinn zur Erkenntniß der Natur - Verhältnisse abgebt. Bei der weitern Betrachtung des Genitiv - Verhältnisses und dessen Bezeichnung finden wir, daß sogar der Infinitiv des Zeitwortes in dieses CasusVerhältniß tritt und dasselbe im Franz. durch de, f. B. de dormir, zu schlafen, im Span. durch de, jedoch zur Bezeichuung des Futurumo, 3. B. haber de amar, zu lieben haben; im Ital. Durch di, z. B. di dormire, zu idlafen; im Engl. to, z. B. to think, zu denken, für deren dreierlei Formen im Deutschen zu steht. Auch im Biblisch - orientalischen findet sich dieres Genitiv - Verhältniß im Infinitiv mit lě (zu) ausgedrüdt, wovon uns die Sprache der Juden in dem Saße: er fommt zu (le) gehen, zu fahren, zu reiten, ein recht ansdaulides Beispiel gibt. Ell liegt in diesem Saße für uns, wenn wir ihn genau betrachten, wirklich ein Genitiv - Verhältniß, welches durch zu, im Hebr. durd le (8. 5. Lamed und Schewa mobile), mit dem Infinitiv ausgedrückt ist; denn es tann jemand geben, fabren oder reiten, ohne (zu uns) zu fominen; aber Niemand kann (zu uns) kommen, ohne entweder zu geben, oder zu fahren oder zu reiten. Deßwegen sind die Infinitive mit zu (le) aud abhängig vom Verbum finitum fommen, und stehen logisch und grammas tisch im Verhältnisse des Genitiv - Casus als dem Casus der Zeus gung oder Abhängigkeit. Auf dieses Verbältniß weiset die bebr. Sprache durch le, die span. und franz. durch de, die ital. durch di, die deutsche durch zu hin; und der Grundbegriff von Zebe als dem hinweisenden 3 eigefinger. Aluch gehört bieber die Wurzel du in du-deln, und tu in tu-pfen (mit den Fingern); auch du in du = in m von d u=pfen (st. tu - pfen), d. 5.

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To viel ale burd Tupfen, besudlerisd wie das dumme Schwein. Ingleichen hat die Wurzel dv in dv-vaofai, fönnen, vermös gen (nämlich mit den dreierlei Zehen, daher auch) zeugen eine logisch - organische Verwandtschaft mit di, de und ze, als der Wurzel von 3 ehe. Deßwegen ist auch dv-vdorns (do - minus) der Mächtige, und 8v-vatos, potens, vermögend, mit Zebe logisch - organisch verwandt. So die lat. Wörter du- cere, fühs ren (mit den Zeben der Hände oder Füße, im legtern Falle als Wegführer oder Wegweiser. Nebenbei sei bemerkt, daß das Verbum kön-nen (Subst. Kunst) in dem Begriffe von Zeugen mit dem tartari den kun, Sonne, logisd - organisdi verwandt ist. Auch das lat. du- Icire, s. 8. a. mit den Hand- oder Fußzeben, d. 1. überhaupt mit den Händen oder Füßen weich, flüssig, süß oder angenehm zu essen machen, bat du zur Wurzel. Dagegen auch du-rare, hart, troden machen

. (D. H. mit den Händen oder Füßen, und du - plicare, verdoppeln, D. h. (z. B. Zehen) zusammen legen, um das Doppelte anzuzeigen. Und selbst das Wort zwei, ahd. zwo, ist mit 84-60, 8v-o, lat. du-0, franz. deux, span. dos, ital. dù-e insofern logisch - organisch verwandt, als z ft. d, d und w vor dem Diphthongen ei oder vor dem Vocale o nach Art des u im Sans ftrit, Hebr., Latein. und anderen Sprachen in den Halbvocal w übergeht. In dieser Weise könnten wir die organischen Verwandlungen der Lautformen s in sh, sch und z in dsch, tsch in d, th und t, so wie dieser in g (y), j, C (x) und x, und dieser in b (B), P (n) und f (o) nebst den logischen Verwandtschaften der, aus diesen Elementen, Vocalen und Diphs thongen bestehenden, Wörter stammverwandter Sprachen noch ver: folgen, um darzuthun, daß alle diese Elemente in mannigfaltiger Verbindung mit Vocalen aus einer innern logischen Einheit, D. h. aus Einem Lichtpunkte der Natur und des Geistes ausgehen uno sich in ganzen Reihen von Wortbildungen und mannigfaltiger Färs bung verbreiten: allein dies würde die Grenze des gegenwärtigen Versuch es übersteigen; da wir nur noch die logischen Verwandts schaften des s und th, so wie den organischen Uebergang des s in d und den des d in g in unseren Wörtern aus verschiedenen Sprachen nachweisen wollen.

Daß nämlich so in th, 9 überzugehen pflegt, ersehen wir aus mehreren Beispielen; z. B. das lafon. Wort 0.iolla lat. signum, Zeichen, gebt im attisch. 9ī pia in 9 über; und die logis

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schen Bedeutungen von Sirra und uñ-ua find identifd); denn beide heißen s. v. a. signum, Zeichen d. 1. eigentl. Etwas (mittelst der Handz he) Geregtes, Gestelltes; das Dor. cé-w, ich laufe, (init den Fußzeben) ist logisch und organisch verwandt mit Sécid laufe, wenn Je=0€ auf den Begriff der Fußzebe fich beziehen. Auch ist ge ietv, wedeln (mit dem einer 3 ebe ähnlichen Schweife der Hunde, und von diesen gesagt) ist verwandt. Bezieht sich os (se) oder 9 auf den Begriff der Mittelzebe, so heißt se-0, auch se-r-o, id fä-e (eigentl. fese,) zeuge z. B. eine Frucht. Aber auch das dtic. Wort Sesite ist mit 3e-he logisch - urgas nisch verwandt, da dasselbe den Ort des Körpers bezeichnet, wo die Handzeben sich befinden. Desgleichen ist on-ros la fon.,. iin

im attisch. In-xos, ein Flechtwert (mit den Handzehen gemacht,) daher ein um-ze-umter Ort, innerhalb dessen man Etwas fest, binthut, um es aufzubewahren, 3. B. ein Schafepferds; daher auch ein Stall, weil man das Vieh da einstellt. Eben so ift 9- (aud S-yn, von Sé-a, id foße mit der Hand zehe) ein Bebältniß, Kasten, Riste, um Etwas ta hinein zu feßen, um es aufzubewahren, und Sé-ois das Seßen verwandt mit 09-x0's. Mit diesem ist aber hinwiederum logisch-organisch verwandt oo-xos oder -xx05, Sa- of (meistens aus Ziegenharen gestridt, daber auc x σα-κκος, ein Klein, eine Kutte, um den Körper barin gegen Verlepung oder sonstige schädliche Einwirkungen zu schüßen. Daher das gr. od-yos, lat. sa-gum, überhaupt eine Art von groben Mantel, und od qua, die Dede (der Pferde); ebenso und selbst im Engl. ist d (von de, de =se), wie idon bemerkt, in th übergegangen, z. B. in the (Art. desr, dire, da-) mit der allgemeinen Bedeutung des Hinweisens auf einen beliebigen Gegenstand; eben so in thin, deutsch Dü-nnen, ver-dü-nnen (eigentl. mit i zu schreiben); auch thi-ng, bas Dieng, auch thi-nk, de-nken, und andere Wörter mehr.

Wie in der griech. Sprache das ở (=$=0) in j (g und j), und % (z. B. Xé-w ft. , ich habe, und xe-ig, die Hand, von xe- io id farse, balte) u., und diese in 8 (b und v=W) it und o=f (3. B. pi-m (fi -0) pi-nos, fi-lius pc-uos, Korb um die Saug- oder Brustzeben der Thiere, damit diese nicht sau: gen (säugen) fönnen. Þó-w (fuo) auc pa-o, fo-r, fa-ri, ragen,

-gm, fe-ro führen, fahren, auch tragen st. ge-ro u. ge-o) übergesdlagen sind, um aus Einer Wurzel ncue Stämme zu treiben, z. B. Cor. Să in rā (it. yé-a) und rã (ft. vé-n).

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(Die Erde, Ernährerin,) yé - vo, 78 - vos, ge-nus, ge-nerare, yo-veus (Erzeuger) von 70-vío (ich geuge,) 70-vos, rí-vouat, yo-vn genitrix, Gebärende, Erzieherin, Ernährerin (mulier), verwandt mit dem pers. tsche, deutsch Zehe, i. g. -9n, u. a. m.; lo ist dies auch in den neuern Sprachen geldeben, als: im Deutfden . B. in: ge-ben und ge-ben; st. de-ben und deben und diese st. ze=ben und ze-hen; und insbesondere im Englischen, wo sie Wurzel ge in to gi-ve, ge-ben, ge-t, geben und f. v. a. das altlat. ge-o, griech. ré-, zeu-gen, zi-ehen, und erz i-ehen, auch gebären, perf. ge-io, Sonne (eigentl. Ers zesuger.) Um diese logisch-organisde Wortbildung noch mehr und überzeugender in der neuern Sprache zu zeigen, bietet sich uns gerade bei der Wurzel ge, ge ein gewünschter Anlaß in der engl. und deutsch. Sprache dar.

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Im Engl. findet sich to go (=tu-g), jie-hen (mit der Handzehe) und to go ge-hen (mit den Fußzeben, d. 5. mit den Füßen) Z. B. to go to the college, ins Colleg geben. To giv-e, gesben (I ga-ve, id ga-b) 3. B. to gi-ve birth, Geburtgeben d. 5. gebären, to give evidence, Zeugniß ges ben, bezeugen. Kehren wir zum Urlaute e zurück, so erscheint uns ge-t, welches bald bedeutet: thun, (machen) bald befommen, bald nehmen (näml. mit den Handzehen,) bald gehen, ziehen (z. B. wohin, nämlich mit den Fußzehen oder Füßen), bald zeugen, erzeugen (3. B. Kinder mit der Mittelzche, dig. med ), daher ist to be-ge-t, verwandt mit den deutsden Wörtern: be-ga-tten, Ga-tte. Beispiele hiezu find : to ge-t off, weg-thun, get you ready, macht euch fertig (mit den Handzeben,) he got me in, er that, brachte) mich hinein. I could never get him to do it, ich konnte ihn nie machen (oder thun) zu thun c8 8. h. id konnte ihn nie dazu bringen, es zu thun; to get away, weg-geben, weg-thun, weg - nehmen (oder weg - bringen, entfernen); to get a place, geben, gelangen zu einem Amte, 0. 5., ein Amt bekommen; to get a wife, geben oder gelangen) zu einem Weibe, d. 5. ein Weib bekommen; to get any thing abroad eigentl. geben ein Ding binaus, d.). Etwas bekannt maden; to get a woman with children, eigentl. gehen zu einer Frau mit einem Kinde, d. 5. eine Frau schwän: gern, get you gone, begebt (oder macht) euch fort (näml. mit den Fußs zehen oder Füßcn); to get children, eigentl. Kinder erzeugen, Rins

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